Wir lehren  Gesundheit auf natürliche Weise zu fördern.

NHK Institut
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Der Weg zum eidg. Diplom

Module Ausbildung Naturheilpraktiker/in TEN

Der Unterricht dauert acht Semester und findet, je nach Vorbildung an ein bis zwei Tagen pro Woche statt. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr sind zusätzlich einzelne Wochenenden eingeplant.

M1 | Medizinische Grundausbildung (Basis & Aufbau)

Anatomie, Physiologie und Pathologie sind elementare Grundlagen für das Therapieverständnis. Laborwerte, Psychologie, Anamnese und Differentialdiagnose runden die Kenntnisse in Medizin ab. Die medizinische Grundausbildung wird in einem Basis- und anschliessendem Aufbaukurs angeboten. Zur Ausübung diverser Einzelmethoden genügt der Abschluss des Basiskurses. Für die Ausbildung Naturheilpraktiker/in TEN ist der Aufbau unerlässlich, denn mit fundierten medizinischen Kenntnissen wird die entsprechende Auswahl der Therapie leichter bestimmbar. Nach Abschluss des Unterrichts sind sie optimal vorbereitet auf die externe Modulprüfung M1.
Für Interessierte mit medizinischen Vorkenntnissen besteht die Möglichkeit, direkt in den Aufbaukurs einzusteigen. Die Anerkennung von Bildungsleistung AvB ermöglicht erfahrenen Therapeuten/Therapeutinnen und Personen aus Gesundheitsberufen eine verkürzte Ausbildung. Diese Anerkennung müssen individuell abgeklärt werden. Die Abklärungen sind kostenlos und gehören zu unserer Beratung.

 

M2 | Naturheilkundliche Fächer TEN

Die Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN) wurzelt in einer langen Geschichte – von Hippokrates über Galen bis Hildegard von Bingen. Im Zentrum steht die Humorallehre: Sie beschreibt das Zusammenspiel von vier Elementen und Qualitäten, die sowohl Umwelt wie auch Mensch prägen. Daraus ergeben sich die vier Temperamente – Choleriker, Melancholiker, Sanguiniker und Phlegmatiker. Diese Säfte sind bildhafte Beschreibungen dynamischer Prozesse und dienen als Wegweiser für individuell passende Behandlungen. Ergänzend bietet die TEN vielfältige Ansätze wie die Signaturenlehre, die Pflanzen nach ihrem Aussehen oder ihrer Wirkung deutet – etwa die walnussförmige Frucht als Stärkung für das Gehirn.

TEN Grundlagen

Grundlagen der TEN – was Sie im Fach erlernen:
Im Unterricht zur Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN) erwerben Sie fundierte Kenntnisse und praktische Fertigkeiten. Sie lernen die Humoralmedizin als zentrales Konzept kennen und üben verschiedene Methoden, um das Gleichgewicht der Körpersäfte zu fördern. Dazu gehören äussere und innere Ausleitverfahren, die Kneipp-Hydrotherapie sowie der gezielte Einsatz von Wickeln und Kompressen.
Ebenso beschäftigen Sie sich mit der Puls- und Zungendiagnose, erlernen Techniken wie Schröpfen und Baunscheidtieren und erfahren, wie Atemarbeit und Selbstreflexion zur Heilung beitragen können. Dieses breite Spektrum an Grundlagen bildet die Basis der traditionellen europäischen Naturheilkunde.

Ernährung

Ernährung – was Sie im Fach erlernen:
Im Ernährungsfach erwerben Sie ein breites Wissen und praktische Kompetenzen rund um eine gesunde, typgerechte Ernährung. Sie lernen, die Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung sowohl aus naturwissenschaftlicher als auch aus TEN-orientierter Sicht zu verstehen und zu erklären.
Auf Basis der Humoralmedizin setzen Sie Nahrungsmittel, Gewürze und Kräuter präventiv und therapeutisch ein und erfahren, wie Ernährung gezielt zur Unterstützung anderer Therapieformen beiträgt. Zudem üben Sie, Ernährungsfragen  sowie Konsumenten fragen kompetent zu beantworten, Zubereitungsanleitungen zu geben und individuelle Empfehlungen zu formulieren. Auch die Reflexion der eigenen Ernährung und Selbsterfahrung sind Teil des Lernprozesses.
Der Unterricht umfasst unter anderem:
  • Einführung in die Ernährung und Grundlagen zu Nahrungsmitteln, Qualitäten, Nährstoffen, Gewürzen und Genussmitteln
  • Praktischen Kochunterricht und vegetarische Ernährungsformen
  • Ernährungsbedürfnisse in verschiedenen Lebensabschnitten und Lebenslagen
  • Fasten und Ausleitverfahren
  • Konstitutionstypenlehre in der Ernährung
  • Grundlagen der Diätetik aus humoralmedizinischer Sicht bei Zivilisationskrankheiten, inklusive Schüsslersalze
Damit gewinnen Sie die Fähigkeit, Ernährung ganzheitlich und praxisnah in Ihre therapeutische Arbeit einzubeziehen.

Fussreflexzonen-Massage

Fussreflexzonen-Massage – was Sie im Fach erlernen:
In der Fussreflexzonen-Massage erwerben Sie die Fähigkeit, diese Therapieform selbständig durchzuführen, zu dokumentieren und zu interpretieren. Sie lernen den therapeutischen Zugang sowie zentrale Grifftechniken und erkennen die Kennzeichen belasteter Zonen. Dabei berücksichtigen Sie Indikationen und Kontraindikationen, die richtige Vorbereitung und Lagerung sowie mögliche Reaktionen während und nach der Behandlung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Sichtbefund: Temperatur, Statik, Gewebe, Haut und Nägel werden als diagnostische Hinweise herangezogen. Ergänzend vertiefen Sie Ihr Wissen zur Fussknochen-Anatomie, zur Befunderstellung sowie zur anatomischen Zuordnung von Symptom- und Hintergrundzonen innerhalb der sieben Zonengruppen.
Darüber hinaus beschäftigen Sie sich mit spezifischen Anwendungsbereichen wie den Reflexzonen für Zähne, Organuhr und Handzonen. Durch praktische Fallbeispiele erarbeiten Sie den Einsatz der Fussreflexzonen-Massage im therapeutischen Alltag und lernen, sie durch Begleitmassnahmen sinnvoll zu ergänzen.
So entwickeln Sie ein fundiertes Können, um die Fussreflexzonen-Massage als wertvolles Element naturheilkundlicher Praxis einzusetzen.

TEN Aufbau

TEN-Aufbau – was Sie im Fach erlernen:
Im Aufbaufach der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN) vertiefen Sie Ihr Wissen und erweitern Ihre praktischen Kompetenzen. Sie lernen, die Beschaffenheit von Haut, Bewegungsapparat und Rücken zu interpretieren und Organzonen zu deuten – immer im Zusammenhang mit Ihrem medizinischen Wissen.
Irisdiagnose: Sie üben, Konstitutionstypen zu erkennen, die Pigmentierung der Iris mit Stoffwechselprozessen zu verknüpfen sowie Strukturzeichen und Zonen korrekt zuzuordnen.
Die erlernen die Grundlagen der Spagyrik und befassen sich mit der humoralen Pathophysiologie, der Schärfenlehre, mit Physiognomik und Antlitzdiagnose, der Psychosomatik aus naturheilkundlicher Sicht, sowie Methoden wie Blutegeltherapie, Segmentlehre und Atemarbeit mit Selbstreflexion.
So erwerben Sie ein fundiertes Repertoire an diagnostischen und therapeutischen Verfahren, um Patienten und Patientinnen individuell und ganzheitlich begleiten zu können.

Klassische Massage

Klassische Massage – was Sie im Fach erlernen:
Im Fach Klassische Massage erwerben Sie die Fähigkeit, Befunde und Anamnesen professionell durchzuführen und die Behandlung individuell auf den Klienten abzustimmen. Sie lernen, die Griffe der klassischen Massage gezielt einzusetzen, dabei stets Indikationen und Kontraindikationen zu berücksichtigen und die Griffe dem jeweiligen Krankheitsbild entsprechend auszuwählen.
Ein wichtiger Aspekt ist die Entwicklung einer feinen Wahrnehmung für Haltung, Ausdruck und Befinden des Klienten sowie das Vertrauen in die eigenen manuellen und therapeutischen Fähigkeiten. Auf Grundlage des Befundes lernen Sie, ein klares Therapieziel zu formulieren und bei Bedarf weitere Abklärungen einzuleiten.
Der Unterricht umfasst:
  • Grundgriffe, Spezialgriffe und Triggerpunktmassage
  • Behandlungsabläufe und deren sichere Durchführung
  • Untersuchung und Befundaufnahme (Inspektion, Palpation, Funktionsprüfung des Bewegungsapparates)
  • Praxisnähe durch Papierfälle und Live-Anamnesen
  • Erstellung eines individuellen Therapiekonzepts
  • Einblicke in andere manuelle Therapiekonzepte, die sich mit der klassischen Massage kombinieren lassen
Damit sind Sie in der Lage, die klassische Massage fachgerecht, zielorientiert und in einen ganzheitlichen Behandlungskontext eingebettet anzuwenden.

Phytotherapie

Phytotherapie – was Sie im Fach erlernen:
Im Fach Phytotherapie erwerben Sie umfassendes Wissen über Heilpflanzen und deren Anwendung in der Naturheilkunde. Sie lernen, Pflanzenfamilien anhand botanischer Merkmale zu bestimmen, therapeutisch relevante Wirkstoffe zu differenzieren und Heilpflanzen nach botanischen, pharmakologischen, humoralen und therapeutischen Kriterien korrekt zu beschreiben, anzuwenden und zu kombinieren.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Rezeptur: Sie sind in der Lage, die gängigsten Arzneimittelzubereitungsformen (lat./deutsch) zu benennen, ihre Herstellung sowie deren Vor- und Nachteile zu erklären. Darüber hinaus üben Sie, pflanzliche Zubereitungen selbst herzustellen, individuelle Rezepturen und Therapiekonzepte zu entwickeln und diese fachgerecht in der Praxis zu begleiten.
Der Unterricht umfasst:
  • Grundkenntnisse in Botanik
  • Grundlagen der Pharmakologie und Pharmakognosie
  • Pflanzliche Wirk- und Inhaltsstoffe
  • Signaturenlehre
  • Acht Pflanzenfamilien und 60 Heilpflanzenmonografien
  • Rezepturen, Therapiekonzepte und Fertigpräparate
So sind Sie in der Lage, Heilpflanzen gezielt einzusetzen, bewährte Fertigpräparate sachgerecht zu empfehlen und die Phytotherapie wirksam in Ihr naturheilkundliches Behandlungskonzept zu integrieren.

TEN Integration

TEN-Integration – was Sie im Fach erlernen:
Im Integrationsfach der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN) steht die praktische Umsetzung im Vordergrund. Sie lernen, die erworbenen Grundlagen der TEN konzeptionell anzuwenden, individuelle Befunde zu erheben und daraus gezielt therapeutische Massnahmen einzuleiten. Dabei fördern Sie mit den vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen der Patientin und dem Patient deren Gesundheitskompetenz.
Ein wichtiger Bestandteil ist das Anamnesegespräch mit körperlicher Befunderhebung, auf dessen Basis Sie individualisierte Therapiekonzepte entwickeln. Im Unterricht arbeiten Sie mit Konzepten, Vertiefungen, Fallbeispielen sowie Live-Patienten und Patientinnen, um Ihre Praxisnähe zu stärken.
Zu den zentralen Themen gehören die Humoralmedizin in Verbindung mit Phytotherapie, Ernährung, manuelle Therapien, Atemarbeit und Selbstreflexion, innere Ausleitverfahren sowie die vernetzte Irisdiagnose. Zudem bereiten Sie sich auf die externe Modulprüfung M2 vor, indem Sie eigenständig Behandlungsstrategien und Befunde für die mündliche Prüfung erarbeiten.
Damit bildet die TEN-Integration den Schritt von der Theorie zur professionellen Praxis.

M3 - M5 | Berufliche & therapeutische Kompetenzen

Die beruflichen und therapeutischen Kompetenzen eines Naturheilpraktiker, einer Naturheilpraktikerin werden im Laufe der Ausbildung ausführlich und mit vielen Übungsmöglichkeiten geschult.
Was braucht es, um eine Praxis zu führen? Gibt es rechtliche Bestimmungen, die ich kennen muss? Gibt es Software-Programme, die mir die Arbeit erleichtern? Wie baue ich eine Anamnese korrekt auf? Wie untersuche ich meine Patienten richtig? Wie kommuniziere ich mit meinen Patienten?
Dies sind Fragen, die neben den medizinischen und naturheilkundlichen Kenntnissen für einen Therapeuten, einer Therapeutin sehr wichtig sind, um erfolgreich auf dem Markt bestehen zu können.

M6 | Praktische Ausbildung (Praktikum)

Die praktische Ausbildung ist ein von der NHK begleitetes Modul und schafft die Verbindung zwischen dem Studium und der selbstständigen Praxistätigkeit. Sie besteht aus den Bereichen A, B und C. Die Bereiche A&C können in verschiedenen Institutionen und Praxen absolviert werden. Bereich B wird im Laufe der Unterrichtszeit an der NHK absolviert.
Unsere Praktikumsverantwortliche steht in Kontakt mit den Praktikumsplätzen, unterstützt Studierende bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen und begleitet alle Beteiligten in diesem Modul. Auch bietet die NHK jährlich drei Praktikumswochen an. Während unseren Praktikumswochen werden die verschiedenen Methoden der TEN vernetzt und praxisnahes Arbeiten geübt.

Patientenforum

Das Patientenforum dient angehenden Therapeuten/innen, in einem behandlungsähnlichen Setting die Vorgehensweise zu beobachten. Studierende in Ausbildung zum dipl. Naturheilpraktiker Fachrichtung TEN besuchen im Laufe der Ausbildung mindestens fünf Patientenforen. Diese werden zum Praktikum Bereich B gerechnet.
Das Patientenforum richtet sich auch an Menschen, welche sich aktiv mit ihrer Gesundheit oder Krankheit/ ihrem Leiden auseinandersetzen wollen. Grundidee ist die Beratung in einem Team, indem je nach Bedürfnis die Ernährungsberaterin, der Arzt oder der Naturheilpraktiker die therapeutische Führung übernimmt. Wenn Sie interessiert sind, Ihre gesundheitliche Situation aus naturheilkundlicher Sicht zu beleuchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Praktikumswochen

In dieser Woche werden die verschiedenen Aspekte der TEN- Diagnose (Anamnese, Iris, manueller Befund) und -Therapie (Ernährung/Phyto/manuelle Therapien) an Patientinnen und Patienten geübt und gelehrt.

Übungen für die persönliche Reflexionsfähigkeit und Sozialkompetenz sind ebenfalls wichtige Themen in dieser Woche.

M7 | Berufspraxis unter Mentorat

Das letzte Modul M7 wird nach der Ausbildung in der eigenen Praxis oder im Angestelltenverhältnis absolviert. Sie arbeiten nun selbständig als Naturheilpraktiker, Naturheilpraktikerin und gewinnen mittels Mentorat Sicherheit in der täglichen Arbeit. Haben Sie die Berufspraxis unter Mentorat erfüllt, erhalten sie den Modulabschluss M7 der OdA AM. Damit werden Sie zur Höheren Fachprüfung HFP zugelassen.

Über die Ausbildung

Ihre Ausbildung zur Naturheilpraktikerin, zum Naturheilpraktiker Fachrichtung TEN

Die Ausbildung ist in einzelne Fächer und Module aufgeteilt. Die Fächer Ernährung, Fussreflexzonen-Massage und Klassische Massage können mit Einzelzertifikat abgeschlossen und je nach Kanton und Vorbildung bei teils Krankenkassen als Einzelmethode registriert werden. Die praktische Ausbildung Modul M6 wird individuell organisiert und kann gegen Ende der Ausbildung parallel oder nach der Unterrichtszeit absolviert werden.
Der Beruf Naturheilpraktiker/Naturheilpraktikerin mit eidg. Diplom ist seit Mai 2015 eidgenössisch anerkannt. Das Studium zum Naturheilpraktiker/Naturheilpraktikerin mit eidg. Diplom in TEN ist an der NHK nach den Richtlinien der OdA AM aufgestellt und führt zur eidgenössischen Prüfung. Die NHK ist für die Module M1-M6 seit April 2016 akkreditiert.
Weitere Informationen zur Berufsreglementierung finden Sie unter: www.oda-am.ch